Der selbsternannte Gentleman

Wir kennen alle das Bild in der virtuellen Datingwelt und in den sozialen Medien: Ein Mann im Anzug, top gestylt und ein flottes Zitat von Oskar Wilde unter seinem Bild. Meine Damen und Herren, wir präsentieren den selbsternannten Gentleman. Die Definition ist variabel und dehnbar wie die sockenlosen Anzugträger selbst. Nur wie kommt ein Mann auf den Gedanken, sich als Gentleman zu titulieren, wenn es nur auf sein äußeres Erscheinungsbild achtet, sich seiner negativen Charakterzüge und derer Wirkung nicht bewusst ist und sich Menschen gegenüber respektlos verhält?!

 

Grundsätzlich könnte man doch sagen, dass jeder für sich selbst definiert und festlegt, was unter dem Wort Gentleman verstanden bzw. vom selbigen erwartet wird. Die Erwartungs- und Vorstellungshaltung wie und was ein Gentleman zu tun und zu sein hat, hängt letztlich doch sehr individuell von der Persönlichkeit jedes einzelnen ab. Doch wird ein selbsternannter Gentleman mehr ernst genommen, wenn er Wasser predigt und Wein trinkt? Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass vermehrt Männer auf diesen Zug aufspringen und den „Trend“ ein Gentlemen zu sein, mitmachen möchten. Ihnen ist dabei nicht bewusst, dass das Gentlemansein kein Trend ist, den man sich abends auf den Herrendiener entledigen kann.

 

In vielen Beiträgen und Blogs werden Regeln aufgesetzt und Tipps gegeben, wie sich ein wahrer Gentlemen zu kleiden und zu benehmen hat. Dabei wird kaum ein wichtiger Blick auf die negativen Charaktereigenschaften und Signale geworfen, die einen selbsternannten Gentleman entlarven. Ich möchte euch bei den fünf Punkten aufzeigen, wie ihr schnell erkennen könnt, ob ihr es mit einem Fake-Gentleman zu tun habt.

 

1.Mangelnde Selbstreflexion: Wer die Fähigkeit zur Selbstreflexion besitzt, kann über sich selbst nachdenken, Probleme erkennen und Veränderungen herbeiführen. Selbstreflektierende Menschen werfen immer einen kritischen Blick auf ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Verhalten. Ein Mann mit mangelnder Selbstreflexion agiert stets unüberlegt, schreitet taktlos über die Gefühle seiner Mitmenschen hinweg und hat kein Schuldbewusstsein. Er kennt seine Stärken, Schwächen oder Eigenarten nicht und kann sein eigenes Verhalten weder objektiv wahrnehmen noch bewerten oder analysieren.

 

2. Fehlende Wertvorstellung: Normen und Werte sind von der Gesellschaft aufgesetzte Regeln und im einzelnen an einem bestimmten Kontext gebundene, erstrebenswerte und moralisch positive Eigenschaften, die einen Menschen im gesellschaftlichen Alltag leiten sollen. Aristoteles, Seneca, Friedrich Nietzsche, Mahatma Ghandi oder Benjamin Franklin waren ihrer Werte bewusst und standen trotz äußerer Widerstände für diese gerade. Ein fehlendendes Wertebewusstsein führt häufig zu Konflikten. Ein moralisch wertfreier Mann ist mental und emotional schwach. Er hat im Laufe seines Lebens nie gelernt seine Emotionen zu verstehen sowie diese richtig und dosiert einzusetzen. Notwendige Entscheidungen trifft er nur rational und lässt das Herz nicht mit dem Verstand arbeiten. Um sein Ziel zu erreichen, nimmt er gerne Verluste in Kauf, bricht ständig Herzen und geht bisweilen über Leichen.

 

3. Arroganz: Grundsätzlich bezeichnet sich kein Mann als arrogant. Arrogantes Verhalten ist Selbstüberschätzung und Überbewertung seines eigenen Könnens. Überheblichkeit und Arroganz sind ein deutliches Zeichen eines geringem Selbstwertgefühls. Minderwertigkeitskomplexe und ein verzerrtes Realitätsbild zeigen sich beim Fake-Gentleman durch abfälliges und erniedrigendes Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen. Insbesondere narzisstische Männer die unter Minderwertigkeitskomplexen leiden, verstecken sich hinter der Fassade von Eitelkeit und Hochmut. Meistens kommt aber Hochmut vor dem Fall. Soziale und gesellschaftliche Isolierung sind die Resultate ihres Verhaltens. 

 

4. Unsicherheit: Ein souveräner Mann ist charismatisch, selbstbewusst und emotional stabil. Er geht gelassen an Konflikte ran und bewahrt in kritischen Situationen einen kühlen Kopf. Ausserdem ist er in der Lage, seine Emotionen und Gefühle zu kontrollieren. Wer souverän ist, verfügt über eine große geistige Stärke und tritt entsprechend jedem Menschen gegenüber respektvoll auf. Ein starker Mann der ein Fels in der Brandung ist, wird weder launisch,

sprunghaft, reizbar, schuldzuweisend oder aggressiv sein. Außerdem besitzt er immer eine Prise Humor, die er in schwierigen Situationen geschickt einsetzt und damit aggressives Verhalten abwehrt. 

 

5. Unaufrichtigkeit: Wer mit sich selbst im Reinen und sich seiner Ziele, Werte und Intentionen bewusst ist, wird Menschen positiv begegnen und im Gegenzug mit Wertschätzung beschenkt. Ob bewusste Manipulation oder ein falsches Spiel: Einem toxischen Mann ist jedes Mittel recht, um seine eigenen Ziele zu erreichen, Meinungen durchzusetzen oder einen Vorteil zu erschleichen. Er nutzt das entgegengebrachte Vertrauen aus, verdreht die Wahrheit und lässt essenzielle Informationen aus. Eine spezielle – und besonders perfide – Art von unaufrichtigen Männern sind Intriganten, die versuchen, das Image eines anderen bewusst zu schaden. Dabei ist es ihnen nur wichtig, den eigenen Status hervorzuheben oder sich durchzusetzen.

 

Ein wahrer Gentleman wird sich nie als ein solcher selbst betiteln und sich nicht dazu selbst ernennen. Vielmehr strahlt er es in seinen unzähligen positiven Eigenschaften aus. Menschen die dafür empfänglich sind, erkennen ihn sofort, auch an einem unscheinbaren Detail im ersten Moment der Begegnung. Männer die sich ihrer Rolle in der Gesellschaft und in allen zwischenmenschlichen Beziehungen bewusst sind, erkennt man am Stil, Contenance und Ausdrucksweise.

I M P R E S S U M

 

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